Vor uns das Leben



Vor uns das Leben 

Originaltitel: making faces 
Genre: Jugendbuch, 
Autor: Amy Harmon 
Verlag: Egmont Ink
Seiten: 384 
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Klappentext 

Ambrose, der Star der Highschool, der Held einer ganzen Stadt. Er scheint alles zu haben - und doch kämpft er mit Problemen, die der Außenwelt verborgen bleiben. Bailey, der Junge im Rollstuhl. Er ist krank, weiß, dass er sterben wird. Und er lebt jeden Tag seines Lebens, als wäre es sein letzter. Fern, die schlau ist, aber nicht hübsch, und trotzdem in allem um sich herum das Schöne erkennt. Fern, Bailey und Ambrose. Drei Jugendliche in einer Kleinstadt in den USA, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Drei Jugendliche, die dachten, sie wüssten, was das Leben für sie bereithält. Und denen das Schicksal in die Quere kommt …

Rezension 

Erster Satz: In der Turnhalle war es so laut, dass sich Fern nah zu Baileys Ohr hinunterbeugen musste, damit er sie hörte. 

Die Charaktere aus Vor uns das Leben fand ich alle sehr liebenswert. Die junge Fern überzeugt mit ihrem sehr sensiblen und fürsorglichen Charakter. Viele ihrer Taten sind sehr selbstlos und dabei scheint sie das nicht einmal zu bemerken. Ihre schüchterne Figur entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einer selbstbewussten Frau, die wohin sie auch geht, das Gute in Menschen sieht. Doch Fern wäre nicht Fern hätte sie nicht ihren aufgeweckten besten Freund Bailey. Dieser junge Mann hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Sein Charme und seine beneidenswerte innere Stärke sind nur einige Charakterzüge, um die ich ihn beneide. Hinter Ambrose verbirgt sich ein Selbstzweifler, dessen Lebensweg kein einfacher ist und der trotz der Widrigkeiten, die sich ihm in der Geschichte in den Weg stellen, seine Spur findet und dieser mutig treu bleibt. Anfangs mag man ein falsches Bild von ihm haben, doch lasst euch überraschen, ihr werdet den Jungen mit dem schönen Gesicht lieben. 

Es gefiel ihr, fliegen zu können, ohne die Welt retten zu müssen. - Bailey über Fern 

Obwohl einen der leichte Schreibstil der Autorin über die Seiten hinwegschweben lässt, vermittelt er sehr tiefgreifende Gedanken und Gefühle. Das Buch hat mich lange nach dem Lesen nicht losgelassen und enthält einige weise Worte, die ich jedem gerne mitgeben würde. Trotz sehr witziger Szenen war es für mich keineswegs ein gute Laune Büchlein. Vielmehr setzt es sich mit ernsten Themen auseinander, weshalb eine drückende und nachdenkliche Stimmung während des Lesens entsteht. Ein richtiger Spannungsbogen stellt sich erst gegen Ende des Buches ein und trotzdem konnte ich es nicht aus der Hand legen. 

Die Geschichte wird größtenteils in der Gegenwart erzählt, doch der Leser erhält zwischendurch immer wieder Einblicke in die Vergangenheit der Protagonisten. Diese Rückblenden helfen nicht nur später einen besseren Einblick für das Gefühlsleben der Hauptfiguren zu bekommen, sondern sind auch ein besonderer Lesegenuss, da die Szenen sehr bewusst gewählt wurden und verschiedene, sehr berührende Erlebnisse aufarbeiten. Punkteabzug gab es bei mir nur wegen ein paar Kleinigkeiten: Die Geschichte um Rita, Ferns bester Freundin, war zum Beispiel sehr vorhersehbar. Zweiter kleiner Störfaktor war für mich auch der Patriotismus der Amerikaner, der Ambrose zu einer lebensverändernden Entscheidung motiviert {mehr will ich nicht verraten}. Ich kann diese Einstellung einfach nicht so gut nachvollziehen. Für mich müsste für einen so schwerwiegenden Schritt mehr als nur dieser, oder zumindest ein besserer, Grund her. Aber gut, jeder wie er will. 

Cover 

Scherenschnitt Cover sind zurzeit ja sehr beliebt und auch mir gefallen sie. Deshalb mag ich das Cover zu Vor uns das Leben sehr gerne, muss aber anmerken, dass ich das englische Originalcover nicht nur passender für die Geschichte, sondern auch so grundsätzlich schöner finde. Im Grunde sind aber beide Cover toll, man kann sich nicht beschweren. 

Fazit

Dieses Buch enthält eine dieser Geschichten, die man unglaublich schnell gelesen hat und die trotzdem noch lange nachhallen. Als Leser sollte man sich voll und ganz auf die Story einlassen, damit man die Magie, die in den kleinen Momenten des Lebens versteckt ist, wirklich greifen und sich von dieser ständig vorhandenen, besonderen Atmosphäre mitreißen lassen kann. Vor uns das Leben ist eine Geschichte aus dem Leben und überzeugt mit einer unglaublichen Emotionalität. 


4 von 5 Kolibris


Vielen Dank an Lovelybooks und Egmont Ink für dieses Rezensionsexemplar!

Kommentare:

  1. Bücher solcher Art lese ich leider nur sehr selten, weil mir nicht oft der Sinn danach steht. Aber falls es mal wieder so weit ist - das hört sich gut an:)

    Liebe Grüße,
    Eli

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  2. Hallöchen,
    schöne Rezi!
    Das Buch habe ich gestern auf der Buchmesse gesehen, habe es mir aber leider nicht gekauft. Schade eigentlich, da es dir anscheinend sehr gefallen hat! :)
    Ganz liebe Grüße
    Sara

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  3. Hallo :)
    Vielen Dank für die umfassende Rezi. Das Buch klingt wirklich toll und ich hoffe, dass ich bald Zeit genug habe, um meinen SuB zu verkleinern und es mir auch mal zu besorgen :)

    Liebe Grüße,
    Emilie
    www.blaetterwind.blogspot.de

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  4. Hey :)
    Meine Wunschliste wächst mal wieder... ich LIEBE solche Bücher. Dir scheint es ja auch gefallen zu haben :)
    LG, Anto ♥
    www.itswastedtime.blogspot.de

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  5. Wow, hast du einen wunderschönen Blog <3 ich bin ja echt froh, dass du auf meinem gelandet bist, so konnte ich deinen entdecken und bin auch gleich Leserin geworden.

    Deine Rezension ist auch extrem gut, genauso mag ich das :) Ich schleiche ja auch schon eine ganze Weile um das Buch herum, ich glaube es muss wirklich auf meine Wunschliste.

    Liebste Grüße, Ally

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  6. Hey Nina,

    schön, dass dir das Buch gut gefallen hat. Besser, als mir anscheinend... Aber Geschmäcker sind nunmal verschieden ;-) Meine Rezension gibts auch in den nächsten Tagen...

    LG

    Jennifer

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  7. Ich liiiiiiieeeebe Bücher, die mit dem Wort "Taschentuchalarm" beschrieben werden. Manchmal muss so eine Geschichte auch mal sein. :D

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