Magisterium - Der Weg ins Labyrinth


Magisterium
Der Weg ins Labyrinth 

Originaltitel: The Iron Trial 
Reihe: Band 1
Genre: Jugendbuch, Fantasy 
Autor: Holly Black und Cassandra Clare 
Verlag: One 
Seiten: 332 
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Klappentext

Geschlagen mit einem lahmen Bein und einer scharfen Zunge ist der zwölfjährige Callum nicht gerade der beliebteste Junge auf dem Planeten. Doch das ist erst mal sein geringstes Problem. Denn just in diesem Moment befindet er sich auf dem Weg ins Magisterium. Der unterirdischen Schule für Zauberei. Ein dunkler und geheimnisvoller Ort. Dort soll er bei Master Rufus, dem mächtigsten Magier der Schule, in die Lehre gehen. Doch alles was Call über ihn und das Magisterium weiß, lässt ihn befürchten, das erste Schuljahr nicht lebend zu überstehen...


Rezension 

Erster Satz: Aus der Ferne wirkte der Mann, der mühsam die weiße Wand des Gletschers erklomm, wie eine Ameise, die langsam seitlich an einem flachen Teller hochkrabbelte

Schon als er kleiner Junge war machte Callums Vater seinem Sohn klar wie böse die Magie und die Magier sind und das er sich von eben diesen fern halten sollte. Dass Cal den Eignungstet des Magisteriums mit allen Mitteln zu versemmeln versucht, ist also glasklar. Sein Versuch eben nicht in die Schule der Magie zu kommen ist jedoch ein Schuss in den Ofen und führt ihn auf eine Abenteuerliche Reise, bei der er wahre Freunde, aber auch Feinde findet und erkennt, dass die Welt nicht immer nur Schwarz und Weiß ist. Schon gar nicht, wenn Magie im Spiel ist. 

Besonders gut gefallen hat mir, dass Callum Hunt für mich eher die Anti-Helden Rolle übernommen hat. Der Junge ist ein wirklich überzeugender Charakter mit vielen Ecken und Kanten, der nicht die klügsten, aber sicherlich die aufregendsten Entscheidungen trifft. Für mich ist Cal ein kleiner Rohdiamant, den ich in den Folgebänden zu einem geschliffenen Edelstein heranreifen sehen möchte. Die Nebencharaktere die sich um Callum tummeln bedienen sich einigen Klischees, sind im Großen und Ganzen jedoch unterhaltsam und nicht vollkommen uninteressant. 

"Warum musst du immer so blöd sein?“, fragte er. „Weil du es nie bist“, erwiderte Call unerschütterlich. „Ich muss für zwei blöd sein.“ 

Angetan haben es mir die eigenständigen, frischen Ideen der Geschichte und die vielen liebevollen Details in der Beschreibung des Magisteriums. Diese neue magische Welt in die uns die beiden Autorinnen entführen, ist gespickt mit einer Menge glitzern, leuchten und einem kräftigen Schuss Faszination. Dennoch bleibt das Buch seinem zugedachten, eher jüngeren Publikum gerecht, denn man kann der Handlung sehr leicht folgen und wird auch nicht mit unnötigen Erklärungen verwirrt. Natürlich lassen sich einige Parallelen zu Harry Potter finden, die ich allerdings nicht als störend empfand. Bei so einem grandiosen Vorreiter für Bücher, in denen sich alles um magische Schulen und Zauberei dreht, sind solche Ähnlichkeiten fast vorprogrammiert. Überzeugen kann Magisterium – Der Weg ins Labyrinth schlussendlich mit seinen ganz eigenen neuen Entwicklungen und einem stimmigen Gesamtpaket

Sie ging Call auf die Nerven, weil sie sich wie ein Roboter verhielt. Ein Roboter ohne menschliche Rührung. Er hoffte auf einen baldigen Kurzschluss. - Callum über Tamara 

Auf die volle Punktzahl schafft es das Buch dann aber doch nicht, denn wie ich finde war es zwar ein wirklich guter Auftakt, doch ich erwarte mir noch einige mehrere spannende Entwicklungen rund um meine kleine Magiertruppe und vor allem hoffe ich in den Folgebänden noch mehr vom Alltag der Magier mitzubekommen und eine weitere Einführung in die magische Welt. Denn wirklich viele Info's gab es dazu bisher noch nicht. Auch war der Anfang ein wenig schleppend zu lesen, doch zieht das Buch seine Leser durchaus in seinen Bann, wenn man sich einmal festgelesen hat. 

Cover

Hier gehen die Meinungen ja seeehr auseinander. Meinen persönlichen Geschmack hat das Buch allerdings getroffen, denn das Ambigram und den herrlich glitzernden, goldenen Buchschnitt finde ich wirklich toll. Was allerdings das Gold soll {Eisen hätte doch viel besser gepasst} und wer sich den Untertitel zum ersten Band ausgedacht hat {Was für'n Labyrinth bitte? oO} kann ich mir wirklich nicht erklären. 


Fazit

Ein stimmiger Auftakt einer, trotz Paralellen mit Harry Potter, sehr eigenständigen Geschichte mit sympathischen Charakteren. Magisterium kann ich allen Fan's von Magie und spannungsgeladenen Abenteuern wärmstens empfehlen.

4 von 5 Kolibris



Kommentare:

  1. huhu Liebes :),
    wundervolle Rezension :) Ich hab das Buch auf Englisch gelesen und fand es auch ganz toll :) Ich freue mich schon auf den folge Band und bin schon ganz gespannt :)

    Liebsten Gruß,
    Shellan ♥

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  2. Ich habe auch schon von anderen gehört, dass sie das Buch gut fanden. Es steht schon auf meiner Wunschliste, denn ich liebe Bücher, die etwas mit Magie zu tun haben. Mich stört es auch überhaupt nicht, dass das Buch Paralellen mit Harry Potter hat. Ich suche schon seit Ewigkeiten nach einem Buch, das den Harry Potter Büchern ähnelt. :-)
    Ich bin dir übrigens direkt mal als Follower erhalten geblieben, finde Deinen Blog und die Rezensionen einfach spitze!
    Liebe Grüße,
    Sarah

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